MRT jetzt im Klinikum gemacht

Am Donnerstag war ich bei der Voruntersuchung für meine nächste Ocrevus Infusion kommende Woche. Nach dem letzten Drama mit meiner MRT beim Radiologe in Stuttgart, kann ich die jährliche MRT jetzt doch im Klinikum selbst machen. Das wollte ich eigentlich schon lange so machen, aber war bisher leider nicht möglich. Jetzt haben die Ärzte aber wohl doch eingesehen, dass es vor Ort einfach sinnvoller ist. Ich konnte den ganzen Zirkus bis jetzt eh nicht verstehen, aber seitdem meine letzte MRT beim Radiologe wegen einem defekten Gerät ausgefallen war, darf ich die Verlaufkontrolle jetzt im Klinikum direkt machen. Es ist wirklich ein Witz, dass es fast keine Radiologen hier gibt, die man als Rollstuhlfahrer richtig nutzen kann. Anders jetzt im Krankenhaus, da müssen ja auch Komapatienten oder Notfälle ins MRT, die mit dem Rettungshubschrauber eingeliefert werden. Die können dann ja auch nicht laufen, also muss es schließlich eine Möglichkeit geben. 

Genauso war es auch, die MRT im Krankenhaus ist kein Problem. Genügend Personal, Transportmöglichkeit direkt zum MRT und genügend Platz. Also alles gar kein Problem, nur das Timing ist ein mittleres Drama. Ich war auf 12 Uhr zum MRT angemeldet, dran gekommen bin ich dann um 14 Uhr. Super, satte 2 Stunden nur herumsitzen und im Flur die Wand anschauen. Der Tag war jedenfalls gelaufen, aber so läuft das eben in einem so großen Laden. Trotzdem war die ganze Aktion letztendlich eine gute Sache, das wird hoffentlich zukünftig auch so ablaufen. Man muss sich eben darauf einstellen, und muss den Tag einfach abschreiben. 

Gestern waren wir alle bei den Kickers zum Abendessen, es war der letzte Tag in Stuttgart für unsere Freundin aus Prag. Also haben wir zum Abschluss noch einen Ausflug in unsere Stammwirtschaft gemacht. Wir sind von mir aus zu zweit mit dem Auto losgefahren, um 18 Uhr haben wir uns dort alle getroffen,dann waren wir wieder zu viert. Diesmal war es bei den Kickers wirklich voll, sogar im Freien sind Gäste gesessen, um Innenraum war kein Tisch mehr frei. Zum Glück hatten wir schon vorgestern reserviert, sonst hätte es nicht gut ausgesehen. Da die Tagesessen diesen Monat nicht so interessant für mich waren, hatte die normale Speisekarte diesen Monat doch etwas zu bieten. Ich hatte mir zur Vorspeise eine Bärlauchsuppe mit Ziegenkäse Ravioli bestellt, zur Hauptspeise gab es dann ein Rinder-Hüftsteak mit Pfeffer Jus und Pommes. Das ist für Viele abartig, aber ich stehe total auf knusprige Pommes mit Soße. 

Gestern musste ich mal wieder meinen Hausnotruf aktivieren. In so einer doofen Situation war ich bis jetzt noch nie gewesen, meine schlimmsten Befürchtungen waren jetzt mal eingetreten. Beim Umsetzen vom Rolli auf die Toilette bin ich auf dem Boden gelandet, ich war einfach unkonzentriert und zu schwungvoll unterwegs. Die Situation brauche ich wohl nicht zu beschreiben, das kann man sich ja vorstellen. Jedenfalls ist mir nichts passiert und ich bin an meinen Notruf Knopf rangekommen. Nach einer halben Stunde waren zwei Helfer vom DRK bei mir. Die haben für so einen Notfall einen Schlüssel für meine Wohnung, das ist super praktisch. Es waren zwei kräftige Männer da, und haben mich einfach wieder zurück auf die Toilette gesetzt. Ganz unkompliziert und ohne Probleme. Nach 5 Minuten waren sie wieder weg, und alles war gut. Der Hausnotruf ist als Genbehinderter und Rollstuhlfahrer ein „must have“ und ist das Geld wirklich wert. In der einfachen Ausführung, ist der Hausnotruf mit einem Pflegegrad sogar kostenlos, aber in dieser Variante ist dann keine Schlüsselaufbewahrung dabei. Das ist finde ich mehr als sinnvoll, sonst muss ja immer jemand zum Türe öffnen da sein. Und gerade wenn man mal alleine ist, macht der Hausnotruf auch Sinn. 

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